Vier Städte, vier Trends: „Die Zukunft passiert nicht irgendwann, sie passiert jetzt“
Pierre Nierhaus schickt Branchenprofis im Herbst auf Trendtour durch den Europa-Park und Madrid, London und sowie Tokio
30. Juni 2026 · Alexandra Embacher

Kaum eine Branche steht derzeit unter einem so spürbaren Veränderungsdruck wie die Hospitality-Welt. Trendexperte Pierre Nierhaus reagiert darauf mit einem dicht getakteten Herbstprogramm 2026 und nimmt Führungskräfte aus Gastronomie und Hotellerie mit an vier Schauplätze, die exemplarisch zeigen, wohin sich die Branche bewegt.
Nierhaus verfolgt dabei ein klares Prinzip: nicht einfach Restaurants und Hotels besuchen, sondern sie „lesen", also Konzepte verstehen, Muster erkennen und direkt in unternehmerisches Handeln übersetzen. Rund 30 Metropolen beobachtet er nach eigenen Angaben regelmäßig, mehr als 20 Trendtouren führt er jährlich durch. Im Herbst 2026 bündelt er dieses Wissen in vier Terminen.
Auftakt mitten im Freizeitpark
Den Anfang macht ein zweitägiger Workshop am 9. und 10. September im Europa-Park Rust. Bewusst kein klassisches Kongressformat, sondern intensives, praxisnahes Arbeiten an den Themen Gastronomie, Künstliche Intelligenz und Management. An der Seite von Nierhaus: Digital- und KI-Experte Markus Wessel. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, die Führungskräfte der Branche derzeit am meisten umtreiben; von der Teamführung im KI-Wandel bis zur Frage, welche digitalen Tools tatsächlich Mehrwert schaffen und welche nicht.
Die Teilnehmenden erhalten dabei Einblicke hinter die Kulissen eines der erfolgreichsten Freizeitparks Europas, inklusive direkter Gespräche mit den Verantwortlichen für Hotellerie und Gastronomie vor Ort. Nierhaus’ persönlicher Tipp für den Programmpunkt: ein Besuch im EATRENALIN.
Drei Trendmetropolen, drei unterschiedliche Blickwinkel
Im Anschluss führt das Programm in drei internationale Metropolen, die jeweils für einen eigenen Trend stehen:
Madrid (20. bis 22. Oktober) gilt längst nicht mehr als Geheimtipp, überrascht laut Nierhaus aber dennoch mit seiner Vielfalt, vor allem als europäisches Schaufenster für südamerikanische Konzeptküche. Spanische Küchentradition trifft hier auf lateinamerikanische Einflüsse und eine neue Generation von Gourmet-Food-Hallen. Empfehlenswert: das „Sala de Despiece", das in einer ehemaligen Fleischerei untergebracht ist.
London (17. bis 19. November) bezeichnet Nierhaus als „Seismograf" für globale Hospitality-Trends. Kaum eine Stadt eröffne neue gastronomische und Hospitality-Konzepte in vergleichbarer Dichte und Geschwindigkeit. Als Höhepunkt nennt er die Guinness Open Gate Brewery in Covent Garden, die im Dezember 2025 von König Charles persönlich eröffnet wurde.
Tokio (1. bis 4. Dezember) bildet den Abschluss und zugleich das Highlight des Jahres. Ein seltener Programmpunkt, den Nierhaus nur alle zwei bis drei Jahre anbietet. Was in Europa noch als Zukunftsvision gilt, ist in Tokio Alltag. Besonders im Bereich Präsentation sieht Nierhaus Tokio weltweit an der Spitze. Am letzten Tag der Reise steht ein individueller Besuch in Kyoto auf dem Programm.
Kleine Gruppen versprechen große Nähe
Bewusst klein gehalten sind alle vier Programme: Mit maximal 12 bis 15 Teilnehmenden pro Termin soll neben dem fachlichen Input auch der Austausch auf Augenhöhe unter Branchenkolleg:innen im Vordergrund stehen. Dass das Konzept ankommt, zeigt sich laut Veranstalter daran, dass viele Teilnehmende wiederholt dabei sind.
Fazit: Warum das Programm für Branchenprofis relevant ist
Wer in Gastronomie oder Hotellerie Verantwortung trägt, steht aktuell vor einem Bündel an Herausforderungen: Der Fachkräftemangel zwingt zu effizienteren Abläufen, KI verändert Kommunikation und Prozesse in einem Tempo, das kaum ein Betrieb allein einordnen kann, und die Erwartungen der Gäste steigen unabhängig davon weiter. Wer in dieser Lage nur im eigenen Betrieb nach Antworten sucht, verpasst leicht den Anschluss an Entwicklungen, die anderswo längst Alltag sind.
Genau hier liegt der Wert von Nierhaus’ Format. Statt abstrakter Theorie liefert es konkrete, vor Ort erprobte Beispiele, die sich direkt auf den eigenen Betrieb übertragen lassen. Die bewusst kleinen Gruppen sorgen dafür, dass daraus nicht nur Inspiration, sondern auch ein belastbares Netzwerk unter Branchenkolleg:innen entsteht. Für Führungskräfte, die ihre Häuser zukunftsfähig aufstellen wollen, bietet das Herbstprogramm damit ein Konvolut aus Weiterbildung, Marktbeobachtung und persönlichem Austausch, kompakt gebündelt in vier Terminen.
Piere Nierhaus schreibt außerdem in seinem Trendreport über die Zukunft der Gastronomie:
- Charakter schlägt Konzept bei der Individualgastronomie
- Vom Produkt zur Erlebniswelt – Wie Bäckereien und Hotels neu begeistern
Alle Informationen und die Anmeldung sind unter www.nierhaus.com zu finden.



