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R express Challenge bei TASTE OF TOMORROW 2026

Wenn Nachwuchsförderung über den Wettbewerb hinausgeht

17. September 2026 · Alexandra Gorsche

R express Challenge
© www.wildbild.at

Ein Finale ist gut. Eine echte Chance danach ist besser.

Junge Talente brauchen Wettbewerbe. Sie brauchen aber noch viel mehr: Menschen und Unternehmen, die nach dem Wettbewerb nicht wieder verschwinden. Genau hier setzt die R express Challenge im Rahmen von TASTE OF TOMORROW 2026 an. Die acht Finalist:innen bekommen zusätzlich zum eigentlichen Wettbewerb eine weitere Aufgabe und damit eine zweite Möglichkeit, zu zeigen, was in ihnen steckt. Nicht unter denselben Voraussetzungen wie beim Live-Kochen in Klessheim, sondern in einem Format, das Kreativität, Produktverständnis, Eigenständigkeit und Präsentation miteinander verbindet. Denn Nachwuchsförderung bedeutet nicht nur, zu sagen: „Wir glauben an junge Menschen.“ Sie beginnt dort, wo man ihnen echte Aufgaben, echte Sichtbarkeit und echte Verantwortung zutraut.

Was steckt hinter der R express Challenge?

Alle Finalist:innen von TASTE OF TOMORROW erhalten für die Zusatzchallenge ein Produkt von R express: Kingfish, ein Produkt, das in der professionellen Küche viel Spielraum für unterschiedliche Zubereitungen und kreative Zugänge bietet. Dann sind die Talente selbst gefragt. Sie entwickeln daraus ein eigenes Gericht, erstellen die Rezeptur, setzen ihre Idee praktisch um und fotografieren das fertige Ergebnis. Rezept und Bildmaterial werden anschließend eingereicht. Das Entscheidende: Es geht hier nicht darum, ein bestehendes Gericht nachzukochen. Es geht um die eigene Handschrift. Was macht jemand aus einem Produkt, wenn kein Küchenchef danebensteht und vorgibt, wohin die Reise gehen soll? Welche Aromen werden kombiniert? Welche Technik gewählt? Wie wird angerichtet? Und vor allem: Welche Idee steckt hinter dem Teller? Genau dort beginnt kulinarische Persönlichkeit.

Warum eine zusätzliche Challenge?

Man könnte natürlich fragen: Reicht ein Wettbewerb nicht? Nein! Denn ein klassischer Kochwettbewerb bildet immer nur einen bestimmten Moment ab. Zeitdruck, ungewohnte Küche, Jury, Wettbewerbssituation, all das gehört dazu. Aber Talent zeigt sich nicht ausschließlich darin, wie jemand unter Zeitdruck funktioniert. Die R express Challenge ergänzt deshalb eine zweite Perspektive. Hier geht es stärker um Konzeption, Produktverständnis, Kreativität und eigenständige Entwicklung. Das macht das Ergebnis auch für die Branche interessant. Denn genau diese Fähigkeiten brauchen junge Köch:innen später täglich: aus einem Produkt eine Idee entwickeln, mit verfügbaren Ressourcen umgehen und etwas schaffen, das geschmacklich wie visuell überzeugt.

Produktkompetenz ist wieder ein Zukunftsthema

In einer Zeit, in der Küchen wirtschaftlicher, nachhaltiger und effizienter arbeiten müssen, bekommt Produktwissen eine neue Bedeutung. Wer heute in der Gastronomie langfristig erfolgreich sein möchte, muss verstehen, woher Produkte kommen, welche Qualität sie besitzen, wie flexibel sie eingesetzt werden können und welchen Wert sie tatsächlich haben. R express positioniert sich genau in diesem Umfeld. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben rund 10.000 hochwertige Lebensmittel aus etwa 80 Ländern und beliefert Gastronomie, Hotellerie und Caterer. Der eigene Anspruch verbindet Produktqualität, Beratung und Logistik. Spannend ist dabei auch: Ein großer Teil der Beratung kommt aus der Gastronomie beziehungsweise aus ausgebildeten Küchenberufen. Damit begegnen jungen Köch:innen nicht nur Produkte, sondern im besten Fall auch Menschen, die ihre Arbeitsrealität verstehen.

Ein Produkt wird zur Bühne

Gerade bei Partner-Challenges ist ein Punkt entscheidend: Das Produkt darf nicht zur bloßen Werbefläche werden. Interessant wird es erst, wenn junge Talente die Freiheit bekommen, selbst zu interpretieren. Ein Kingfish kann roh, gebeizt, mariniert, gebraten oder in völlig anderer Form gedacht werden. Spannend ist die Challenge, da aus demselben Ausgangspunkt acht unterschiedliche Ideen entstehen. Und genau darin liegt auch der Mehrwert für Partner: Sie sehen, wie eine junge Generation Produkte wahrnimmt und einsetzt. Das ist ein kleiner Blick in die kulinarische Zukunft.

Sichtbarkeit gehört heute zur Karriere dazu

Die eingereichten Gerichte bleiben deshalb nicht im stillen Juryzimmer. Die Kreationen der Finalist:innen werden redaktionell und über Social Media vorgestellt. Damit bekommen nicht nur die Gewinner:innen Sichtbarkeit, sondern alle Teilnehmenden. Das ist uns besonders wichtig. Denn Nachwuchsförderung sollte nicht erst bei Platz eins beginnen. Acht junge Menschen haben sich aus außergewöhnlich starken Bewerbungen für das Finale von TASTE OF TOMORROW 2026 qualifiziert. Schon dieser Schritt verdient Aufmerksamkeit. Und Social Media bekommt dabei eine sinnvollere Funktion als bloß Reichweite: Es wird zur digitalen Bühne für junge Arbeit. Gerichte werden gesehen, gespeichert, kommentiert und geteilt. Menschen aus Gastronomie und Hotellerie entdecken Talente möglicherweise lange bevor deren Name allgemein bekannt ist. Manchmal kann genau daraus der nächste Kontakt, das nächste Praktikum, die nächste Position oder eine neue Zusammenarbeit entstehen.

Von der digitalen Bühne auf die große Bühne

Die Bewertung erfolgt durch eine Jury, und die Auszeichnung wird bewusst auf eine große Branchenbühne gebracht. Am 7. November 2026 treffen die Finalist:innen im Rahmen von HEROES OF TOMORROW bei der Alles für den Gast in Salzburg erneut aufeinander. Dort wird auch der Award der R express Challenge vergeben. TASTE OF TOMORROW schafft damit eine direkte Verbindung zwischen Nachwuchswettbewerb, digitaler Sichtbarkeit und einer der wichtigsten Branchenplattformen des Landes. Und genau dieser Moment ist wichtig. Ein junges Talent steht plötzlich nicht mehr ausschließlich in einer Schulküche oder hinter den Kulissen eines Restaurants. Es steht auf einer Bühne vor Branchenvertreter:innen, Arbeitgeber:innen, Spitzenköch:innen, Partnern und Medien.

Warum die Gastronomie solche Formate braucht

Über Fachkräftemangel wird seit Jahren gesprochen. Über Arbeitsbedingungen ebenfalls. Über die Frage, wie junge Menschen für Gastronomie begeistert und vor allem langfristig in der Branche gehalten werden können, noch viel mehr. Die Antwort darauf kann allerdings nicht ausschließlich darin liegen, neue Recruiting-Kampagnen zu entwickeln. Junge Menschen wollen erleben, dass ihre Arbeit Bedeutung hat. Sie wollen Verantwortung übernehmen. Sie wollen lernen. Sie wollen gesehen werden. Und sie brauchen Perspektiven. Wettbewerbe wie TASTE OF TOMORROW und Zusatzformate wie die R express Challenge können genau dafür kleine, aber konkrete Bausteine sein.

Nachwuchsförderung bedeutet auch, Türen zu öffnen

Der größte Wert eines solchen Wettbewerbs lässt sich deshalb nicht ausschließlich in Pokalen, Preisen oder Reichweiten messen. Er liegt in Begegnungen. Junge Talente treffen auf Juror:innen, Unternehmer:innen, Küchenchefs, Produzenten und Entscheider:innen. Sie lernen andere Arbeitsweisen kennen, bekommen Feedback und bauen ein Netzwerk auf, das ihnen in dieser frühen Phase ihrer Laufbahn normalerweise noch gar nicht zur Verfügung stehen würde.

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